Mittelthüringen im Landespokalfinale

Konrad Götze, Schiedsrichter aus Mittelthüringen, ist Teil des Schiedsrichtergespanns im Landespokalfinale des TFV. Was er darüber denkt und wie er sich vorbereitet:

Konrad, wir führen heute dieses Interview nicht ohne Grund: Wann und wo hast du davon erfahren, dass du als Schiedsrichter-Assistent (SRA) beim Pokalfinale in Thüringen zwischen dem FC Carl-Zeiss Jena und dem ZFC Meuselwitz dabei bist?

Konrad Götze (KG): Ich habe eines Abends einen Anruf vom SR-Ansetzer des TFV erhalten, welcher mir diese erfreuliche Nachricht überbrachte.

Wie hat sich diese Ansetzung für dich im ersten Moment angefühlt?

KG: Ganz ehrlich? Mega. Es ist die größte Auszeichnung für uns Schiedsrichter in Thüringen und ich bin unfassbar Dankbar für diese Anerkennung. Vor allem, weil es mit Johannes und Paul ist. Wir machen nicht das erste Spiel zusammen und es ist etwas Besonderes.

Das Spiel beginnt im Rahmen des Finaltags der Amateure 2026 bereits um 11:30 Uhr. Wie beeinflusst das deine Routine vor dem Spiel?

KG: Ich muss mir den Wecker stellen, aber ansonsten beeinflusst es mich tatsächlich nicht weiter. Es sind die gleichen Abläufe, zumindest bei der Anreise. Vor Ort wird es dann natürlich anders ablaufen als zu „normalen“ Spielen. Entsprechend Zeit und Vorbereitung sind für die Abläufe im Stadion dann enorm wichtig, um die gewohnten Routinen und den Fokus beizubehalten.

Dieses und die weiteren Finals werden Deutschlandweit übertragen. Zeitgleich mit Thüringen starten sechs weitere Landespokalfinals, wie bspw. Berlin und Brandenburg. Macht dich dieser Gedanken nervös oder spornt er dich an?

KG: Während meiner Zeit als Oberliga-SR und Regionalliga-Assistent hatte ich schon die ein oder andere Erfahrung mit Live-Spielen im TV, daher ist es keine Nervosität, aber die Vorfreude ist natürlich da. Eine gewisse Anspannung gehört zwangsläufig auch dazu, aber die gehört auch zu jedem anderen Spiel. Ich mache aber auch keinen Hehl daraus, dass ein Pokalfinale für jeden Schiedsrichter ein Highlight ist.

Ändert sich dadurch vielleicht etwas Simples in deiner Vorbereitung, bspw. das Trainieren von Fahnenzeichen oder ein Friseurbesuch?

KG: Es gibt mehr Videomaterial von beiden Mannschaften, was natürlich in der Vorbereitung hilft. Eine sehr gute und intensive Vorbereitung auf das Spiel ist die Basis, welche in kniffligen Situationen helfen kann, beispielsweise bei Mustern in der schnellen Gegenbewegung.

Worauf wird sich am Samstag besonders dein Fokus richten?

KG: Der Fokus liegt wie immer auf der Klarheit der Entscheidungen. Ziel für uns ist es souverän, das Finale zu leiten und unserer Aufgabe gerecht zu werden.

Mit deiner Ansetzung bist du der erste Schiedsrichter aus Mittelthüringen, der an einem Landespokalfinale beteiligt ist. Welches Signal sendet das aus deiner Sicht?

KG: Sehr gute Frage. Eine Antwort darauf fällt mir spontan gar nicht so schnell ein. Vielleicht hilft es unseren jungen Schiedsrichtern im Kreis dranzubleiben und die Möglichkeiten, welche sich künftig bieten, zu nutzen. Dazu gehört aber viel Eigeninitiative und auch mal die ein oder andere negative Erfahrung.

Wie sieht dein Wunschszenario nach dem Abpfiff aus?

KG: Dass keiner über uns spricht und wir mit Freunden und Familie den Abend genießen können.

Danke für die Eindrücke und viel Erfolg!